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Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik
und Angewandte Materialforschung (IFAM)
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Titel: Perspektiven für die energieintensive Industrie im europäischen Strommarkt unter Berücksichtigung der Regulierung der Netzentgelte
Auftraggeber / Forschungsförderer: RWE AG, Essen
Projektleiter: Dr. rer. pol. Wolfgang Pfaffenberger
Weitere Mitarbeiter: Dr. rer. pol. Wolfgang Pfaffenberger
Dr.-Ing. Bernd Eikmeier
Dr. rer. pol. Jürgen Gabriel
Forschungsbereich: Märkte
Jahr: 2006
 
Im Prozess der Liberalisierung in der Energiewirtschaft führt die Umsetzung der europäischen Beschleunigungsrichtlinie zu einer Neufassung des Energiewirtschaftsgesetzes, welches unter anderem auch die Einrichtung einer Regulierungsbehörde vorsieht. Diese soll dafür sorgen, dass die Nutzung der Übertragungsnetze und die Umlage der damit verbundenen Kosten diskriminierungsfrei gestaltet wird. Die Kalkulation der Kosten für den Betrieb und die Erhaltung der Netze muss transparent sein und den vorgegebenen Berechnungsvorschriften genügen, um genehmigungsfähig zu sein. Diese Anforderung gilt ebenso für die Umlage dieser Kosten auf die Netznutzer, d. h. die Stromabnehmer. Das führt dazu, dass sich der Spielraum eines Stromanbieters für seine Preisgestaltung zukünftig erheblich verringern wird. Bislang war es üblich, den Abnehmern besonders hoher Mengen auch besonders günstige Preise einzuräumen. Dies sind vor allem Industrieunternehmen mit einer besonders energieintensiven Produktion, z. B. die Aluminium- und Chlorindustrie. Für solche Unternehmen ist deshalb eine deutliche Erhöhung ihrer Strombezugskosten abzusehen, welche auf Grund des hohen Anteils an den Gesamtkosten der Produktion einen erheblichen Einfluss auf deren Wirtschaftlichkeit haben kann. Diese Mehrbelastung kann für ein deutsches Unternehmen eventuell so weit gehen, dass sich die Konkurrenzfähigkeit gegenüber ausländischen Wettbewerbern entscheidend verschlechtert. Es stellt sich somit die Frage, welchen Einfluss die aktuellen Entwicklungen auf diese Branche konkret haben können und welche Auswirkungen sich daraus ergeben. Zu Beantwortung dieser Fragestellung soll dieses Gutachten beitragen.