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Ziele

Ziel des Forschungsprojektes ist die Konzeption eines institutionellen Rahmens für eine effiziente und effektive Netzentwicklung hin zu Smart Grids. Die zentralen Forschungsfragen sind:

  • Welches Anreizregulierungssystem stellt sicher, dass notwendige Investitionen tatsächlich getätigt und gleichzeitig ineffiziente Investitionen verhindert werden?
  • Welches Netzentgeltsystem setzt effektive Signale für eine effiziente dezentrale Koordinierung von Netz-, Erzeugungs- und Lastanlagen?
  • Wie ist die Anreizregulierung weiterzuentwickeln um erforderliche Netzinnovationen und –Transformation adäquat zu berücksichtigen?
  • Ist der gegenwärtige energierechtliche Rahmen für diese Aspekte ausreichend oder sind Anpassungen notwendig?

Netzregulierung und Innovationstätigkeit stehen im Konflikt. Da Smart Grids jedoch umfangreiche Forschung, Entwicklung und Innovation erfordern, stellt sich die Frage, wie die derzeitige Anreizregulierung weiter entwickelt und mit komplementären innovationsorientierten Governance-Mechanismen verknüpft werden kann.

Zu prüfen ist ferner, ob der gegenwärtige energierechtliche Rahmen dies hinreichend berücksichtigt oder wie er angepasst werden müsste. Stichworte sind die Systemverantwortung des (örtlichen) Verteilnetzbetreibers, das Konzept der „Grundversorgung“, bestehende Verbindungslinien zum Recht der Erneuerbaren Energien (z.B. Vorrangregelungen im EnWG; EEG/ KWKG), aber auch kommunalwirtschaftsrechtliche Grenzen - angesichts der zentralen Rolle der regionalen Energieversorger und Stadtwerke in Smart Grids.

Da weitreichende funktionale Entflechtungsmaßnahmen („unbundling“) in einem klaren Spannungsfeld mit einer Gesamtoptimierung des Systems stehen, ist außerdem zu untersuchen welche Governance Struktur des „Virtuellen Kraftwerks“ und welche Ausgestaltung der funktionalen Entflechtung den Wettbewerb und zugleich dezentrale Erzeugung fördern.