Hintergrund

Smart grids – ein neues Systemparadigma

Die stürmische Entwicklung erneuerbarer und dezentraler Erzeugung bildet gemeinsam mit dem steigenden Interesse an der Entwicklung intelligenter (Verteiler)Netze den Hintergrund für dieses Forschungsprojekt. Dabei bilden smart grids eine zentrale Säule sowohl für den Umbau des gesamten Energieversorgungssystems als auch für die Erreichung der europäischen Energie und Klimaschutzziele. Smart Grids sind wichtig für die Integration zunehmender Mengen an erneuerbarer und dezentraler Erzeugung in das Versorgungsystem. Darüber hinaus ermöglichen sie aber auch den Einbezug von Energiespeicherung und Demand Side Management in das Versorgungssystem. In diesem Sinne verkörpern smart grids ein neues Systemparadigma und tragen dazu bei, den gesamten Elektrizitätssektor zu transformieren. Die Einführung von smart grids wird die Struktur der Verteilnetze, ihren Betrieb und die Aufgaben der Netzbetreiber genauso verändern, wie die Interaktion zwischen Nachfragern, Erzeugern und neuen Marktakteuren. Diese Entwicklung wirft viele Fragen technischer und institutioneller Natur auf, sowohl in der Praxis als auch in der Wissenschaft.

Die nächsten Schritte – von IRIN zu Triple-R

Wissenschaftliche Forschung zur (Weiter-)Entwicklung des institutionellen Regelrahmens für smart grids findet bereits statt. Über das Projekts Innovative Regulierung für intelligente Netze (IRIN) konnten die an Triple-R beteiligten Wissenschaftler bereits wichtige Erkenntnisse über die Anpassung der Anreizstrukturen für Netzbetreiber für die Entwicklung von smart grids gewinnen. Das vom BMWi geförderte Forschungsprojekt beschäftigte sich zwischen 2010 und 2011 mit der Suche nach effizienten und effektiven Anreizstrukturen für eine Netzinfrastruktur auf dem Weg zu intelligenten Netzen, bei gleichzeitigem Schutz von Verbraucherinteressen. Im Rahmen von Triple-R sollen die nächsten Schritte zur (Weiter-)Entwicklung des institutionellen Regelrahmens für smart grids erfolgen.